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„Mit Vorbeugung ist kein Ruhm zu erzielen“

(frei nach Christian Drosten  13. 3. 2020)

Leider müssen wir feststellen, dass Naturkatastrophen als Folge des Klimawandels sich auch bei uns häufen und vermutlich noch zunehmen werden. So war der THW Ortsverband Laufenburg zusammen mit andern THW Kräften letztes Jahr bei der Flutkatastrophe im Ahrtal eingesetzt. Bei uns im Hotzenwald steigt durch langanhaltende Trockenperioden die Waldbrandgefahr. Winterstürme – im schlimmsten Fall Orkane - lassen Bäume knicken, Dächer abdecken oder Gerüste umfallen. Zunächst müssen dann immer Menschen in Sicherheit gebracht werden. Um die Bergung zu ermöglichen, sind häufig als Erstes die Rettungswege frei zu machen. Hier arbeitet der THW Ortsverband Laufenburg eng mit der Feuerwehr Laufenburg und anderen Rettungsdiensten z.B. dem Roten Kreuz zusammen.

Das THW ist ebenso wie die Feuerwehr oder andere Hilfsorganisationen auf die Mithilfe von ehrenamtlichen Mitarbeitern angewiesen. Nur durch deren Engagement sind die Hilfeleistungen möglich. Der Staat - beim THW das Innenministerium der Bundesrepublik Deutschland - stellt den THW-Helfern Fahrzeuge, Maschinen und Material zur Verfügung. Es ist also unerlässlich, dass sich Bürger bei Hilfsorganisationen engagieren. Wir müssen ausgebildete Hilfskräfte, Fahrzeuge, Maschinen und Material vorbeugend bereitstellen.

Also: Frage nicht, was Laufenburg für Dich tun kann, sondern was Du für Laufenburg tun kannst.            (frei nach J.F. Kennedy am 20. Januar 1961, der hatte angeblich den Spruch von seinem Lehrer "entliehen")

Beim THW werden alle Helfer vor ihrem Einsatz in einer Grundausbildung in ihre zukünftigen Aufgaben eingewiesen. Fundament der THW-Ausbildung ist die Grundausbildung im jeweiligen THW-Ortsverband. Ihr Ziel ist es, ein allgemeines Wissen über den deutschen und europäischen Katastrophenschutz sowie die Bundesanstalt Technisches Hilfswerk (THW) zu vermitteln. Alle angehenden Helferinnen und Helfer werden einheitlich an THW-typischen Werkzeugen und Geräten ausgebildet. Dies garantiert, dass alle Einsatzkräfte bundesweit einsetzbar sind. Dazu wird der grundlegende Umgang mit der allgemeingebräuchlichen Ausstattung im THW gelehrt.

Übersicht über die Ausbildungsthemen

  • Das THW im Gefüge des Zivil- und Katastrophenschutzes und der Gefahrenabwehr von Bund und Ländern
  • Grundlagen Sicherheit und Gesundheitsschutz
  • Arbeiten mit Leinen, Rundschlingen, Bandschlingen, Ketten, Drahtseilen und Spanngurten
  • Umgang mit Leitern
  • Stromerzeugung und Beleuchtung
  • Holz-, Gesteins- und Metallbearbeitung
  • Sicheres Bewegen von Lasten
  • Sicheres Arbeiten im und am Wasser
  • Verhalten im Einsatz
  • Grundlagen der Rettung und Bergung
  • Einsatzgrundlagen

Die Grundausbildung ist die erste Ausbildungsstufe im THW und wird mit einer Prüfung abgeschlossen. Erst danach werden die Einsatzkräfte zur weiteren Spezialisierung den Einheiten und Fachgruppen des THW zugewiesen. Die sog. angepasste Grundausbildung, die ausschließlich in theoretischer Form stattfindet, ermöglicht auch Personen mit körperlichen Einschränkungen oder denjenigen, die ausschließlich Aufgaben außerhalb des technischen Einsatzes wahrnehmen möchten, die Mitwirkung im THW.

In der Regel dauert die THW-Grundausbildung mit einem Rhythmus von einem Ausbildungsmodul pro Woche mehrere Monate. Das THW bietet an einzelnen Standorten aber auch die Möglichkeit, die Ausbildung im Rahmen von Kompakt-Lehrgängen zu absolvieren.

Wie sich im Ahrtal gezeigt hat können THW-Einsatzkräfte Zerstörung und Leid der Menschen nicht verhindern, aber am Ende lindern und beim Wiederaufbau unterstützen.

THW Helfer wollen kein Ruhm, sie wollen helfen. Kommen Sie zu uns.

Die nächste Grundausbildung findet beim THW Laufenburg ab Mitte September 2022 statt.